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by Hoji on Aug 30, 2018 at 10:23 AM
Liebes Tagebuch,

heute am 26.08.2018 hat das Ahn’Qiraj Eröffnungs-Event stattgefunden. Eigentlich nur das Ende davon, wenn man genau sein möchte. Immerhin mussten sich einige Wenige um eine spezielle (und auch recht aufwändige) Questreihe kümmern und etwas, das sich „War Effort“ nennt, musste auch abgeschlossen werden.

Bzgl der Questreihe stammt einer dieser Leute von uns: Asaph (ein Tauren Krieger)
An den genauen Ablauf kann ich mich nicht genau erinnern, aber die Kernpunkte waren einige Quests in Silithus, ein Boss in BWL, mehrere Bosse an entlegenen Orten Azeroths (wo man ansonsten NIE hinmuss) und elendig langes farmen bei den Silithiden (Asaph konnte nur dadurch den nötigen Ruf bei der Brut Nozdormus sammeln). Bei den Silithiden hab‘ ich zwar auch gelegentlich mitgeholfen, aber Asaph und ein paar andere haben da weit mehr Zeit reingesteckt. Am Ende musste von Asaph der Gong geschlagen werden, aber dazu später mehr.

Bzgl des War Efforts mussten Horde und Allianz jeweils bestimmte Materialien abgeben. Hierbei gab es eine Kategorie für Horde, Allianz und auch eine gemeinsame. Bestimmte Kräuter, Leder, Metalle, Bandagen, und Fleisch/Fische waren von beiden Fraktionen in Unmengen zu sammeln.

Und eben heute war es dann soweit, dass mit dem Gongschlag der Zutritt zum Tempel sowie den Ruinen von Ahn’Qiraj gewährt würde.
Zum Zeitpunkt an dem wir den Gong erreichten, hatte die Horde die nähere Umgebung bereits für sich beansprucht. Allianzler, die sich auch nur in die Nähe wagten, wurden sofort ungespitzt in den Boden gerammt. Als dann der Gong endlich geschlagen wurde, hatten sich auch einige Allianzler irgendwie zum Gong durchgewieselt und wer den Gong wirklich als erster schlagen durfte ist (zumindest für mich) nicht ersichtlich. Dadurch erschienen zugleich ettliche Bosse, an denen wir allerdings kaum Interesse hatten. Immerhin durften wir endlich die Ruinen von Ahn’Qiraj betreten (Für den Tempel von Ahn’Qiraj waren wir an diesem Tage leider zu wenige).
Nach und nach fand sich der gesamte Raid in der Instanz zusammen und auch wenn unsere Ausrüstung mehr als ausreichend gut war, bewegten wir uns mit Vorsicht vorwärts. Wir CCten was wir konnten und bis auf einen kleinen Zwischenfall mit unglücklich stehenden Totems
Alles lief bestens!

Es dauerte nicht lange bis wir vorm ersten Boss ‚Kurinnaxx‘ standen. Dieser wurde von mehreren Gruppen umschwärmt, die wir jeweils bewältigten. Dabei fürchteten wir versehentlich den Boss auf uns zu lenken, doch erwiesen sich diese Bedenken als unbegründet. Kurinnaxx selbst war dann auch kein großes Hindernis und war auch schnell überwältigt.


Der nächste Boss ‚General Rajaxx‘ verbarg sich hinter einem Event, bei dem uns eine Truppe von NPCs zur Seite stand. Diese verlieh uns einen starken Buff und ihre eigene Kampfstärke war auch nicht zu unterschätzen, allein wäre sie jedoch stark unterlegen. Auch hier haben wir etwas CCt und hatten weder mit dem Event noch mit dem Boss irgendwelche Probleme.

Nach ein paar bedeutungslosen Trashmobs standen wir vor ‚Moam‘. Diesem saugten wir einfach das Mana, das er zwischendurch erhielt, ab, mit dem er sonst sicherlich etwas garstiges angstellt hätte. Ansonsten klopften wir ihn einfach kaputt.

Dann standen wir an der einzigen für uns problematischen Stelle, ‚Ossirian the Unscarred‘. Vermutlich wäre auch dieser ein leichtes Spiel gewesen, hätten die Pylone gemacht, was sie sollten. Aber auf diese Art machte er einfach zuviel Schaden und seine Geschwindigkeit schloss andere Taktiken aus. Nach mehreren Versuchen entschlossen wir uns diesen auf ein anderes Mal zu verschieben.

Der vorletzte Boss war ‚Ayamiss the Hunter‘. Hier kamen einige Maden, Ayamiss hielt gelegentlich einen von uns am Altar fest und hob in die Luft ab. Dort mussten die Fernkämpfer von uns seine Giftattacken einstecken. Die Nahkämpfer kümmerten sich um die Krabbeltiere. Null problemo, jedoch haben wir es an dieser Stelle leider versäumt ein Bild zu machen.

'Buru the Gorger' war somit der letzte von den Bossen. Dieser hatte einige Eier in seiner Grube stehen, welche in dem Moment zerstört werden mussten, in dem Buru über sie hinüber lief. Buru wurde zudem nicht wie üblich getankt sondern verfolgte in regelmäßigen Intervallen ein zufällig gewähltes Ziel. Ansich hatten wir hier die Eier zwar stets unter ihm zerstört aber auch viel zu schnell. Nichtsdestotrotz war er unserer Überlegenheit nicht gewachsen.

Am Dienstag zwei Tage später bewältigten wir dann auch Ossirian indem wir einfach unsere Tanks die besten Tränke gaben und sie ihn gegen eine Wand bekämpfen liesen (er würde sie ansonsten immer wegstoßen). Somit war auch dann dieser Boss bezwungen und die Instanz geleert.

Zwischendurch plünderten ich die Kisten, die Skarabäen und Idole enthielten und Kelthar kümmerte sich um die Obsidianbrocken, die von manchen Gegnern hinterlassen wurden. Auch wenn wir uns in diesen Ruinen (außer anfangs bei Ossirian) nicht wirklich geplagt hatten, steht die eigentliche Herausforderung, an der schon an diesem Tage viele andere Gilden gescheitert waren, uns noch bevor:

Der Tempel von Ahn’Qiraj

Sonntagsraid: Ripsta, Beppo, Nilpferd, Asaph, Kelthar, Feltusk, Hoji, Zinsora, Pynais, Triggx, Skora, Diedered, Pern, Devolo, Coolina, Satorus, Darkyy, Feardotlol, Illario, Alviana, Zrarok.

Dienstagsraid: Ripsta, Lorandu, Blackspear, Schnitter, Asaph, Kelthar, Venomkillor, Feltusk, Hoji, Zinsora, Triggx, Skora, Snackzy, Diedered, Pern, Coolina, Galgarin, Satorus, Feardotlol, Illario.
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by Hoji on Jul 02, 2018 at 10:58 PM
Es war Sonntag, der erste Julitag des Jahres 2018. Wir waren im Black Wing Lair und standen vor Vaelastrasz. Die Motivation war angekratzt, hatten wir es doch nicht geschafft, beim letzten Besuch diesen vermaledeiten Drachen trotz mehrerer Anläufe zu überwältigen.

Auch an diesem Tage schien uns das Glück nicht hold zu sein und mussten Wipe für Wipe hinnehmen. So wie der Glauben an unsere Fertigkeiten bröckelte, wuchs auch der Zeitdruck; hatten wir doch nur insgesamt eine Stunde Zeit diesen Boss zu besiegen, da uns sonst jeglicher weiterer Fortschritt in diesen Gemäuern für die nächsten 24 Stunden verwehrt würde!
Doch dann beim 4. Versuch war es so weit. So wie wir viele Male vor ihm hauchte nun auch dieser Drache sein Leben aus. Ja, die Freude war groß. Weit größer als wir sie üblicherweise durch ein erfolgreiches Ende eines Bosskampfes empfanden. Unsere Entschlossenheit gestärkt durch unsere wohlverdiente Beute. Sämtliche Zweifel zerschmettert wie der Schädel dieser noch ausblutenden Echse!

Man hatte es uns wahrlich nicht leicht gemacht. Jedoch so groß dieses Glücksgefühl an dieser Stelle auch gewesen sein mag, so sollte sie doch nur durch die Tat eines Ork-Kriegers namens Ripsta überschattet werden.

Erfüllt von neu gewecktem Blutdurst schlachteten wir uns durch unsere Feinde. So sie auch Widerstand leisteten an denen so mancher Schlachtzug zerbrochen ist, waren sie für uns keine Herausforderung. Lashlayer, Firemaw, Ebonroc und auch Flamegor. Sie alle waren keine Gegner, die dieser Geschichte würdig sind. Sie waren vielmehr eine Formalität. Eine Formalität, die es ihrer Schätze zu berauben galt!

Daher dauerte es nicht lange bis wir vor Chromaggus standen, eine zweiköpfige Bestie, gegen die wir uns erst ein einziges Mal siegreich schimpfen durften. Es war allen klar, dass dieser Kampf kein leichter würde und man stellte mental auf viele Versuche vor. Deswegen zauderten wir nicht lange und Beppo trug Kelthar auf den Hebel zu betätigen, der das Tor öffnete, das uns von Niederlage und Ruhm gleichermaßen fern hielt.
Wir schlugen uns gut, weit besser als wir erwartet hatten. Doch es kam, wie es kommen sollte. Wir verloren den Kampf. Allerdings verloren wir nicht unseren Mut. Noch nicht. Wir mussten uns auf dem erneuten Hinweg durch ein paar Schergen hindurchkämpfen, doch hielten uns diese nicht lange auf und so waren wir alsbald bereit für den nächsten Ansturm.
Auch dieser Kampf verlief ausgesprochen gut. Wir näherten uns der letzten kritischen Phase. Die Phase, in der dem Vieh bewusst wurde, dass wir es mit ihm aufnehmen konnten. In einem letzten Anfall von Wut und Verzweiflung versuchte Chromaggus Beppo zu überwältigen, der tapfer als Einziger zwischen uns und dem sicheren Tod stand. Doch dann geschah es, Beppo ging zu Boden! Ein Chor entsetzter Atemzüge füllte den Raum. Sollten diese unsere letzten sein?
Sogleich hatte die Kreatur das nächste Opfer auserkoren. Chromaggus wähnte sich siegreich und hätte es jemand anderen gewählt, würde es wohl auch stimmen. Doch dieser eine war der Held dieser Geschichte, Ripsta! Die Blicke der beiden kreuzten sich und manch anderer wäre vor Furcht erstarrt oder hätte sich resignierend dem Tod hingegeben. Doch nicht Ripsta. Während andere diesen Moment bereits verfluchten, blitzte unter Ripstas Helm ein Grinsen hervor und nur wenige vermochten unter dem Schlachtenlärm seine Worte an sich selbst zu hören: "Time to shine!"
Im Bruchteil einer Sekunde zog Ripsta sein Schild, wissend, dass er sich auf die Heiler hinter ihm verlassen konnte, und wie ein Wall aus einem Schild vermochte er den Anderen die nötige Zeit verschaffen, um dem Drachenwesen den Todesstoß zu versetzen.

Auch wenn Ripsta den Sieg bei weitem nicht alleine errungen hatte, so waren es sein wacher Geist und seine geheimen Techniken, die das Blatt im entscheidenden Moment zu unserem Gunsten gewendet haben. Den Ruhm musste er sich zwar mit den anderen Teilen, doch gebührte ihm an diesem Tag das größte Stück davon! (Sowie die in der Beute enthaltenen Stiefel)


*Erinnerungen sind subjektiver Natur und nicht jedes Detail dieser Erzählung mag der Wahrheit entsprechen.

**inkl. Kameradinnen